Literatur

Wir bitten alle Netzwerk-Mitglieder um weitere Hinweise auf empfehlenswerte Literatur.

Um die Liste überschaubar zu halten, nennen wir hier nur solche Literatur, die sich mit Inhalt und Methodik politischer Bildung befasst.

Die Beschreibungen sind Auszüge aus den Verlagsankündigungen, sie geben nicht die Meinung der Redaktion wider.
(Reihenfolge der Schriften nach Erscheinungsdatum)


Politisches Wissen
Herausgeber: Prof. Dr. Bettina Westle, Dr. Markus Tausendpfund
Springer Fachmedien Wiesbaden 2019

Für die Wahrnehmung von Politik und die Beteiligung am politischen Leben einer Gesellschaft ist politisches Wissen notwendig. Der Band bündelt aktuelle Studien zur Bedeutung, zur Messung sowie zu den Bestimmungsfaktoren und Konsequenzen des politischen Wissens. Die Beiträge geben erste Antworten auf drängende Fragen und weisen auf Lücken in der Forschung zum politischen Wissen in Deutschland hin.

Politische Bildung und Demokratie-Lernen in der Schule
zwd-POLITIKMAGAZIN Nr. 371

Die Ausgabe des „Politikmagazin“ widmet sich den Baustellen, die es auf dem Gebiet der schulischen politischen Bildung zu bearbeiten gilt.

Dem Populismus widerstehen. Arbeitshilfe zum kirchlichen Umgang mit rechtspopulistischen Tendenzen
Deutsche Bischofskonferenz 2019

Die Deutsche Bischofskonferenz hat sich besorgt über rechtspopulistische Tendenzen bis in bürgerliche und kirchliche Milieus hinein geäußert. Dazu stellte sie ein Arbeitspapier vor, das Kirchengemeinden zum kritischen Dialog ermutigen soll.

Bewegtbildung denken
Netzwerk bewegtbildung.net (Hrsg.) 2019

Die Autorinnen und Autoren dieser Publikation stellen grundsätzliche Fragen zu den Chancen des Lernmediums Webvideo und scheuen sich nicht, auch Fehlschläge in der eigenen Arbeit zu behandeln. Die Beiträge machen deutlich, wie vielfältig politische Bildungsarbeit mit und in Webvideo aussehen kann.

Verlorene Mitte – Feindselige Zustände
Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.) 2019

Deutschland ist in Unruhe. Hass, Abschottung und Gewalt stehen Solidarität und zivilgesellschaftlichem Engagement gegenüber. Rechtsextreme Gruppen treten öffentlichkeitswirksam an der Seite »normaler« Bürgerinnen und Bürger auf, rechtspopulistische Forderungen und Diskurse erhalten scheinbar immer mehr Raum in Politik und Debatte. Wie weit sind rechtsextreme und menschenfeindliche Einstellungen tatsächlich in die Mitte der Gesellschaft eingedrungen? Haben Polarisierungen und Konflikte die Norm von der Gleichwertigkeit aller Gruppen verschoben? Gegen wen richtet sich die Ablehnung? Ist die demokratische Mitte geschrumpft oder verloren?

Carl Deichmann, Michael May (Hrsg.)
Orientierungen politischer Bildung im „postfaktischen Zeitalter“
Springer VS 2019

Die Bedingungen beschleunigter gesellschaftlicher Wandlungsprozesse in einer multikulturellen Gesellschaft mit steigender Zuwanderung, der Zunahme des politischen Populismus in und außerhalb Europas, des Extremismus sowie der Gefahr durch den Terrorismus, stellen immense Herausforderungen für die Politikdidaktik und die Praxis der politischen Bildung dar. Der Band liefert Antworten auf die folgenden Fragen: Wie soll politische Bildung auf diese Herausforderungen, besonders auf die immensen Integrationsprobleme in einer Einwanderungsgesellschaft und auf die politisch-kulturellen Veränderungen, die mit dem Begriff des „postfaktischen Zeitalters“ beschrieben werden, reagieren? In welcher Weise müssen Ziele, Methoden sowie die Kooperation mit anderen Fächern neu ausgerichtet werden? Die Beiträge diskutieren die Ergebnisse der Unterrichtsforschung im Kontext der hermeneutischen Politikdidaktik und präsentieren Vorschläge für die Praxis der politischen Bildung.

Mahir Gökbudak, Reinhold Hedtke
Ranking Politische Bildung 2018
Universität Bielefeld, Fakultät für Soziologie 2019

Wertvolle Statistik zum Stellenwert politischer Bildung in den einzelnen Bundesländern. Das Ranking basiert auf der Stundentafelquote des Leitfaches der politischen Bildung an den Gymnasien und an weiteren Schulformen der Sekundarstufe I. Als empirischer Indikator zeigt die Stundentafelquote den prozentualen Anteil politischer Bildung an den Gesamtwochenstunden der Stundentafel für eine Schulform.

Anja Besand / Bernd Overwien (Hrsg.)
Politische Bildung mit Gefühl
Bundeszentrale für politische Bildung 2019

Gibt es überzeugende Gründe, sich intensiver mit der Rolle von Emotionen als Gegenstand, aber auch als pädagogische Einflussgröße in der politischen Bildung zu befassen? Der Band nimmt eine Bestandsaufnahme der Fachdebatte über die Bedeutung von Emotionen in der politischen Bildung vor und will deren Weiterentwicklung anstoßen. Emotionen werden als Gegenstand sowie als konstituierende Größe in politischen Bildungsprozessen diskutiert. Relevante Diskurse aus anderen Wissenschaftsdisziplinen werden einbezogen.

Harald Welzer
Alles könnte anders sein Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen
Frankfurt: S.Fischer 2019

Heute glaubt niemand mehr, dass es unseren Kindern mal besser gehen wird. Muss das so sein? Muss es nicht! Der Soziologe und erprobte Zukunftsarchitekt Harald Welzer entwirft uns eine gute, eine mögliche Zukunft. Anstatt nur zu kritisieren oder zu lamentieren, macht er sich Gedanken, wie eine gute Zukunft aussehen könnte: In realistischen Szenarien skizziert er konkrete Zukunftsbilder u.a. in den Bereichen Arbeit, Mobilität, Digitalisierung, Leben in der Stadt, Wirtschaften, Umgang mit Migration usw. Erfrischend und Mut machend zeigt Welzer: Die vielbeschworene »Alternativlosigkeit« ist in Wahrheit nur Phantasielosigkeit.

Robert Habeck
Wer wir sein könnten Warum unsere Demokratie eine offen und vielfältige Sprache braucht
Köln: Kiepenheuer & Witsch 2018

Wie wir sprechen, entscheidet darüber, wer wir sind – auch und gerade in der Politik.“
Robert Habeck geht dem Zusammenhang von Sprache und Politik nach, erkundet den Unterschied zwischen totalitärer und offener Sprache – und skizziert damit eine Poetik des demokratischen Sprechens, die Mut macht, sich einzumischen und für unsere Demokratie einzustehen. „Asyltourismus“, „Überfremdung“, „Gesinnungsdiktatur“, „Hypermoral“, „Volksverrat“ – viel ist in den letzten Monaten über die Sprachverrohung in der Politik gesprochen worden. Nach einer langen Zeit, die eher von politischer Sprachlosigkeit geprägt war, ist nun eine Zeit des politischen Brüllens und Niedermachens angebrochen – nicht nur von Seiten der AfD. Doch was passiert da eigentlich genau? Wo verläuft die Grenze zwischen konstruktivem demokratischem Streit und einer Sprache, die das Gespräch zerstört, die ausgrenzt, entmenschlicht? Und ist das alles nur eine Frage des mangelnden Stils? Mit viel Leidenschaft erinnert Robert Habeck in „Wer wir sein könnten“ daran, dass die Frage, wie wir sprechen, entscheidend ist für die Gestaltungskraft unserer Demokratie.

Wolfgang Sander / Peter Steinbach (Hrsg.)
Politische Bildung in Deutschland
Bundeszentrale für politische Bildung 2014

Das Buch beleuchtet Geschichte, Akteure und Strukturen der politischen Bildung in der Bundesrepublik und wirft Schlaglichter auf die Entwicklungen in der DDR. Es informiert über Grundlagen, Trendwenden, Kontroversen und Zukunftsfähigkeit politischer Bildung. Nicht zuletzt stellt es bedeutende Vertreter des Fachs mit ihren Beiträgen zur theoretischen Grundlegung, zur Fachdidaktik und zur Professionalisierung politischer Bildung vor.